Das Kleid im Wandel der Geschichte

Dass ein Kleid aus einem Teil besteht und zwar aus einem Oberteil plus einem Rock, daran hat sich bis heute nicht geändert, auch wird es noch immer zumeist von Frauen getragen. Und doch hat sich unser Verständnis für Kleider grundlegend geändert, denn während es im 19. Jahrhundert noch durchaus üblich für jeden Anlass ein entsprechendes Kleid zu besitzen, so hat sich das zum Ende der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts grundlegend geändert. Im 19. Jahrhundert unterschied man unter anderem das Promenadenkleid, das Nachmittagskleid, das Abendkleid, das Reisekleid, das Reitkleid und viele andere mehr, insbesondere die Damen der gehoben Gesellschaftsschichten hielten für jeden Anlass die passende Kleidung bereit. Was nicht selten dazu führte, dass sich die Dame des Hauses je nach Tagesablauf bis zu 10mal täglich Umkleiden musste. Im 20. Jahrhundert werden die Anlässe zum Tragen der unterschiedlichen Kleider seltener, so vermischen sich die unterschiedlichen Kleiderarten bis das Kleid in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts ganz an Bedeutung verliert. Lediglich das Ballkleid blieb als Kleid übrig, welches für einen konkreten Anlass bestimmt ist, doch es kamen auch neue Kleider hinzu wie Braut- und Cocktailkleid. Zudem unterscheidet man Kleider mehr nach ihrer Form oder dem Material, wie zum Beispiel das Hemdkleid, Etuikleid oder Dirndlkleid.